| Dieser kurze Bericht aus der Zeitschrift "Medical Tribune" illustriert die Folgen einer neuen Stufe von "Sparbemühungen" im Gesundheitswesen. Die letzte sogenannte Reform bestraft Ärzte, die nach Ansicht der Schöpfer dieser Reform "unnötige" Labordiagnostik betreiben, mit einer Strafzahlung, in dem das sowieso nach oben begrenzte Honorar bei Kassenpatienten gekürzt wird. Niemand kann abschätzen, wieviele Ärzte deshalb sinnvolle, aber nicht lebensnotwendige Laboruntersuchungen unterlassen haben. Der Maßstab des Notwendigen kann immer unterschiedlich angesetzt werden - aber hier zeigt sich, daß die gefährliche Magen-Darm-Infektion Paratyphus in Finnland etwa 1000mal häufiger nachgewiesen wurde. Die Finnen |  | sind aber sicher nicht 1000mal kränker als die Deutschen.....
Bisher hat dies noch keine größeren Dauerschäden verursacht, die sind bei Paratyphus auch nicht so wahrscheinlich, aber es gibt andere Infektionen, bei denen das geschehen kann.
Als Privatpatient und als Kassen-Versicherter mit Kostenerstattung sind Sie in dieser Hinsicht in Deutschland besser versorgt! Da ich meinen gewohnt hohen Standard an exakter Diagnostik nicht herunterschrauben möchte, werde ich Sie in Zukunft informieren, wenn es eine sinnvolle Diagnosemethodik gibt, die den derzeit sehr beschränkten Rahmen des Kassenüblichen sprengt. Natürlich lassen sich viele technische Diagnosemethoden auch durch exakte Beobachtung, Abhorchen und Abklopfen ersetzen, aber eben nicht immer.
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